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Aus der Modellwerft: Die "Hans Hackmack" 1:20 von Graupner

Ich möchte euch mit diesem Baubericht an der Entstehung dieses Schiffmodells, des Seenotrettungskreuzer „HANS HACKMACK“ der DGzRS im Maßstab 1:20,  teilhaben lassen. Vielleicht gibt es ja dem einen oder anderen Bastler, sogar hilfreiche Tipps für den eigenen Modellbau. Ich baue schon seit vielen Jahren Modelle der Unterschiedlichsten Richtungen.

Alles hat angefangen über Revell Plastikmodelle, Eisenbahnmodellbau und Autos in 1:87 (H0). Schiffsmodelle haben nur in meiner frühen Kindheit ein klein wenig Einfluss genommen. Erst seit 2003 hat der Virus RC Schiffsmodellbau, richtig bei mir zugelangt. Seit dem habe ich einige Bausätze oder Wracks hergerichtet.

Die Faszination von DGzRS Modellen verfolgt mich schon lange. Mit diesem Vorhaben stellt sich für mich der Reiz einer riesen Herausforderung. Aber auch ein großer Wunsch, der endlich in Erfüllung gehen soll.

Der Modellbausatz von Graupner (BERNHARD GRUBEN) hat die vom Hersteller angegebene Kategorie, Modellbauprofi. Dieses Einstufung kann ich auch nur bestätigen und glaube, wenn ich nicht aus so viel Erfahrung der letzten Jahre auf diesem Gebiet zehren könnte, hätte ich das Bauen diese Modells gleich nach dem Öffnen des Kartons abgebrochen und das Handtuch geschmissen.

Ich glaube selbst für den Erfahrenen Modellbauer, ist es eine große Herausvorderung, bei der jeder Schritt drei mal überlegt sein sollte, um nicht später einen technischen Qualitätsverlust zu ernten. Die beiliegende Bauanleitung ist teilweise sehr hilfreich, aber manchmal auch irreführend. Man sollte sie jedoch als roten Faden unbedingt im Auge behalten, so wie die beiliegenden Konstruktionspläne. Es handelt sich immerhin um einen Bausatz und man möchte doch möglichst die meisten Originalteile verwenden, da es vielleicht auch ein wenig darum geht um Kosten zu sparen. Im Detail empfehle ich aber alles noch mal nach zu messen und dem eigenen Verstand das Vorrecht zu geben. Positiv fand ich den Umfang der Beschlagteile die im Bausatz enthalten sind. Bei meinem Modell wird aber in einigen Punkten auf etwas bessere Ausstattung verwendet und nicht ganz konform mit der ursprünglichen Bauanleitung gegangen.

Nun aber zum eigentlich Baubericht des Bausatzes „GRUBEN“ hier allerdings als „HANS-HACKMACK“ und Tochterboot „EMMI“.

Bau des Schiffsständers 1
Bau des Schiffsständers 2

1. Bauphase  Bau es beiliegenden Ständers   (ca. 1 Std.)

Die Teile für der Modellständer liegen dem Baukasten bei, in Form von gelasertem Sperrholz. Dieses muss gedoppelt werden, wie so vieles wie sich noch später herausstellen sollte. Das heißt das zwar alles Teile vorhanden sind, aber um eine gewisse Materialstärke zu bekommen aufeinander geklebt werden müssen…

Gesagt getan. Ruck Zuck ist dieser Auftrag erledigt. Ich habe hierfür wasserfesten Holzleim und Federklemmen benutzt. Erst die Teile gedoppelt und dann das Gestell ineinander gesetzt. Den letzten Schliff und Lackierung, so wie Kantenschoner werden von mir erst im Zuge der Lackierung des eigentlichen Modells gemacht.

Antriebsanlage 1
Antriebsanlage 2

2. Bauphase Montage und einsetzen des Antriebes (ca. 1 ½ Std.)

Nun kommt man zum ersten mal in den Genuss sich mit dem Schiffsrumpf zu beschäftigen. Der Kunststoffrumpf machte sofort einen guten Eindruck. Hier wurde mir aber auch klar, was bei einem 1:20 Bausatz auf mich zu kommt. Mann braucht richtig viel Platz. Nachdem ich meine komplette Bastelecke aufgeräumt, umgebaut und renoviert hatte, ging es endlich weiter im Text. 

Die Motorhalter-Halterung wird zunächst der Rumpfform mittels Schleifgeräts ein wenig angepasst. Ich habe dann die Motorenhalter in das Holz geklebt und die komplette Einheit mit Motoren, Kupplungen, Stevenrohre usw. laut Anleitung montiert und nach der Ausrichtung fixiert und dann bombensicher eingeklebt. Hierbei möchte ich unterstreichen, das ich zu 90% alles mit Sekundenkleber und teilweise mit Aktivator Spray klebe, was zu einem blitzartigen durchhärten des Sekundenklebers führt. Die richtig wichtigen Dinge, wie Stevenrohr Durchgang klebe ich zusätzlich mit 2-K Material nach.

Fertigung Ruderanlage 1

Fertigung Ruderanlage 2

3. Bauphase  Montage und Einsätzen der Ruderanlage  (ca. 2 ½ Std.)

Nun werden die Ruderblätter montiert. Hierbei ist auf sauberes Ausschneiden der vier Hälften und das Ablängen nach Anleitung zu achten. Das Innenleben der Blätter sollte unbedingt z.B. mit Kunststoffstreifen verstärkt werden. Außerdem dienen sie der Fixierung der Ruderwellen. Die Ruderwellenhalter werden schließlich samt Welle in den Rumpf geklebt und die Steuerbügel montiert. Die Ruderwellen habe ich an den Fixierschrauben flach geschliffen, damit das Ruder später nicht aus der  Grundeinstellung verdreht werden kann. Der Ruderservohalter wird zusammengepusselt, und das Steuergestänge montiert.

Antrieb / Ruderanlage 3

Ruderanlage 4

4. Bauphase Montage der Heckwand (ca. 1 Std.)

Nachdem ich die Heckwand sauber aus der Form geschnitten hatte, wird diese in den Rumpf geklebt. Bei diesem Bauvorgang merkte ich schnell, hier entscheidet sich ob es ein erfolgreiches Projekt werden kann oder nicht. Nun wird die Spreu vom Weizen getrennt. Wer hier nicht acht gibt auf die richtige Position der Heckwand, ist hoffnungslos verloren.

Ein Punkt ist u.a. das man den Rumpf soweit auseinander drücken muss das die Heckwand, bzw. spätere Position der Heckklappe, bündig sind. Denn die Heckwand hatte bei mir schon das richtige Maß, nur auf den ersten Blick schien die Aussparung am Heck viel zu klein. Aber auch diese ist eigentlich vom Werk aus schon ziemlich passend ausgeschnitten. Also muss man die Wand unter der Spannung des Rumpfes den man auseinanderdrücken muss, festkleben. Danach erfolgt die Montage der Heckwandverstärkung aus Sperrholz.

Zur Heckwand möchte ich noch einen Tipp geben. Die oberen zwei Zentimeter nicht mit dem Rumpf verkleben. Erst bei der Montage, zusammen mit dem Schiffsdeck wird dieser bereich verklebt, sonst bekommt man das Deck gar nicht zwischen die Wulst vom Rumpf und Heckwand, da es hei von beiden Seiten praktisch eingeklemmt wird.

Montage der Heckwanne 1
Montage der Heckwanne 2

5. Bauphase Die Wasserpumpen werden eingebaut

Nun habe ich mir die Wasserpumpen vorgenommen. Zuerst wird der Platz ermittelt. Die vorgesehene Stelle vom Hersteller habe ich nicht genommen, sondern lieber den Schiffsboden. Darauf habe ich eine zusätzliche Kunststoffplatte geklebt um dem ganzen etwas Stabilität zu geben. Die beiden Wasserein- und Auslass für den Pumpjet habe ich etwas weiter nach vorne verlegt als vorgesehen um eine bessere Wirkung später in der Praxis zu erhalten. Auch habe ich sie schräge nach unten verklebt. Ob das eine gute Idee war wird sich zeigen. Zumindest sind die Öffnungen von den Seiten nun überhaupt nicht zu erkennen, wie auch beim Original ja nichts zu sehen ist. Positiv ist hierbei auch das man die Wasserschläuche einfacher drauf bekommt, durch die schräge Anordnung im inneren und die Verklebung der beiden Rohre an der Stelle wo sie über Kreutz gehen, sorgt für zusätzliche Stabilität.

Einbau der Wasserpumpen
Aussenansicht Wassereintritt und Pumpjet

6. Scheuerleisten und Ankerklüse

Nun kommt der Spaß mit den beiliegende Scheuerleisten. Viel Spaß und Glück dabei. Aber einen Tipp habe ich dazu noch. Die Schneidelinie zeichne ich mit immer mit einem Bleistift vor. Erstmal sieht man dann besser wo man schneiden soll und die Hand hat den Weg auch schon mal geübt. Zum Schneiden nehme ich immer ein scharfes Cuttermesser.

Auch das Ankerklüse in der Bugspitze wird nun ausgeschnitten und montiert. Hier heißt es aufgepasst. Denn es wird von außen reingeklebt, dann hat man automatisch den Markanten Rand drum herum. Auch die Kielhacke kann man bei der Gelegenheit draufkleben.

Anbau Scheuerleisten
Ankerklüse Bug

7. Heckklappe

Jetzt wird sich mit voller Konzentration der Heckklappe zugewandt. Dies ist das problematische Kernstück des gesamten Projekts.

Aus gefühlten 1 Mio. Einzelteilen wird Sie aus bereits fertig gelasertem Kunststoff, anhand der Bauanleitung zusammengebaut. Dabei ist auf die Wölbung des Späteren Schiffsdecks zu achten, mit dem neben der oberen Abdeckung, auch die Querspanten parallel laufen sollten, also nicht 100% gerade... Die Klappe muss unbedingt 1000 % passen da sonst eine spätere, fehlerfreie Funktion gefährdet ist. Ich hatte einige Probleme mit der Klappenbreit und habe letztendlich eine komplette Außenwandstärke runterschleifen müssen. Die Passform wurde mit der "Holzhammermethode" mit Hilfe eines Heißluftföhns in Form gebracht. Nun liegt die Klappe passgenau an der Rumpfaussparung im Heck an. Die Montage bzw. Ermittlung der Position für die Scharniere ist auch nicht ohne. Erst die Seitenscharniere, dann ergibt sich die Position für das Mittlere automatisch.

Da man jetzt noch überall super dran kommt, muss die Mechanik für den Antrieb der Heckklappe ausgiebig getestet und fest installiert werden. Hier zu dienen zwei gleiche Servos die mit einem Y-Kabel verbunden sind. Nach vielem ausprobieren und anpassen, klappte dann alles perfekt.

Montage Heckklappe
Einbau der Heckklappe

8. Funktionstest RC

Bevor nun mit dem Deck und Tochterbootwanne begonnen wird, habe ich die kompletten RC- Fahrfunktionen getestet, da man später nie wieder so gut an die Bauteile heran kommt wie jetzt. Dazu habe ich alle eingebauten Motoren, Pumpjet, und Servos mit Fahrtenreglern und Empfänger usw. verbunden und dann kleine Einstellungen vorgenommen bis alles richtig funktionierte.

Funtionstest RC - I
Funtionstest RC - II

9. Tochterboot-Heckwanne

Nachdem die Tochterboot-Heckwanne ausgeschnitten ist und mit den Verstärkungsleisten versehen ist muss sie perfekt dem Decksauschnitt angepasst werden. Schlecht aber wenn das Deck noch gar nicht fertig ist. Also Nachtschicht einschieben. Zur Heckwanne gehört natürlich noch der Windenaufzug für die Spätere Tochterbootaufnahme. Hierbei hatte ich etwas Glück, denn die Einstellung der Winde und Anpassung des Zugseils usw. klappte auf Anhieb. Allerdings ist dieses auch mal wieder ein Meilenstein der genommen wurde, denn diese Funktion ist ja das A & O bei einem Seenotrettungskreuzer.

10. Das Bootsdeck.

Das Bootsdeck wird nun von der Unterseite mit den beim Bausatz mitgelieferten Spannten verstärkt. Dabei sollte man unbedingt drauf achten wo und wie man Sie verklebt. Sonnst kann es passieren das Vorder- und Achterdeck einen zu großen Höhenunterschied haben und das ganze Ruderhaus nicht richtig passt. Darum erst mal ohne Kleber, testen und Anzeichen

Wenn das Deck richtig schön eingeklebt ist kann auch die Heckwanne richtig eingepasst werden, aber noch nicht fest einbauen! Erst wenn alles 100% funktioniert mit dem Schlitten und dieser Punkt mehrmals auf Herz und Nieren gecheckt wurde und eigentlich schon vom nächsten Bauabschnitt überschattet wird

Das Bootsdeck / Vorschiff
Das Bootsdeck / Vorschiff

11. Der Fanghaken

Nun wird der quer stehende Kasten zusammengeschustert, der die Basis für den Fanghaken bzw. Entriegelung des Tochterbootes bildet. Dieser muss auch so angepasst werden das er den Aufzugsschlitten in der oberen Position automatisch entriegelt. Spätestens jetzt merkt man das es modellbauerisches Neuland ist auf das man sich eingelassen hat. Aber die Herausforderung war ja Sinn und Zweck.

Der Fanghaken muss gut positioniert werden um später das Tochterboot auch wirklich sicher einrasten zu können. Als Antrieb dient ein normaler Servo und ein Sei, was besser funktionierte als ich mir vorgestellt hatte. Nur die an der Leichtgängigkeit des eigentlichen Hakens muss noch gefeilt werden im Zuge der Gegenstücke, am Tochterboot. Dazu aber später.

Schließlich werden Tochterbootwanne und Querkasten auf dem Deck fertig montiert um einen der Wichtigsten Punkte überhaupt bestehen zu können. Die erste Testfahrt!

Fanghaken: Unterseite und Führung
Fanghaken in der Laufbahn

12. Testfahrt im Büsumer Erlebnisschwimmbad „Piratenmeer“

Am 28.04.2010 um kurz nach 19 Uhr, war der Große historische Moment und die Minute der Wahrheit gekommen. Die zukünftige „Hans-Hackmack“ berührt unter wenigen Augen von Bademeistern und anderen Bastelverrückten das Nasse Element. Ein Hauch von Glücksgefühl machte sich breit und die Funktionstests wurden alle zufriedenstellend abgearbeitet.

Erfolgreiche Rumpfprobefahrt
..... und alles funktioniert!

13. Die Aufbauten vom Bug und Heck

So langsam kann man sich den etwas schöneren Aufgaben am Modell widmen, den Kleinteilen auf dem Deck. Zuerst muss aber das Schanzkleid mit den Kästen angefertigt werden. Danach die Verstrebungen auf der Rückseite usw. Um des Deck habe ich eine 5x1mm Kunststoffleiste geklebt. Am Original ist das die Fußleiste entlang der Rehling. Danach folgen Poller, Ankerwinde, Lüfter usw.

Für des Achterdeck werden dann die Lüfterkästen und Abgasrohre gebaut aber nicht sofort aufs Deck geklebt. Das erfolgt erst wenn der Gitterkorb für bzw. über dem Tochterboot hergestellt wurde und angepasst ist.

14. Reling und Gitterkorb

Für die Reling liegen ausreichend Messingstützen und Stangen dem Baukasten bei.

Jedoch habe ich mich beim Material für den „Heckkorb“ statt dem beiliegendem  Kunststoff, für Messingrohr in 4mm Stärke entschieden. Die Rohre habe ich dann anhand des Bauplanes gebogen und auf die richtige Länge gebracht. Es ist darauf zu achten das die Original „Hackmack“ zwei kleine zusätzliche Stützen zu den vorderen Kästen hat, welche beim „Gruben“ Plan fehlen.

Die gefertigten Rohre wurden dann verlötet. Danach die Richtige Position auf dem Heck ermitteln und bohren. Danach kommt die Reling an die Reihe. Da das Material vom Deck sehr dünn ist, sollte unbedingt Holz oder Kunststoffstreifen in diesem Bereich unter das Deck geklebt werden. Somit bekommen die Relingstützen vernünftigen Halt. Die Bauzeichnung birgt einige kleine, aber dennoch wichtige Fehler. So ist das letzte Stück der Reling am Heck, bei den original Schiffen nicht rumgebogen. Sondern durchgehend, nur das obere Rohr, bis zur letzten Stütze des „Korbs“ und mit ihm fest verbunden. Ist auch viel stabiler!

Die Reling habe ich an dieser Stelle erst mal nicht weiter fertig gemacht um mir nicht den Zugriff auf die Bordelektronik zu in dieser Bauphase zu verbauen.

15. Bau des Tochterboots „Emmi“

Nun wurde es langsam aber sicher Zeit sich um das passende Tochterboot „Emmi“ (Baukasten Johann Fidi) zu Bauen. Zwar war von mir bereits die Gegenstücke zum Fanghaken des Tochterbootaufzuges installiert und angepasst worden, doch wollte ich wissen ob alles mit den fertigen Maßen des Tochterbootes mit der Heckwanne harmoniert. Vor allem wenn man schon langsam von der Lackierung träumt, sollte der Rohbau nahe zu 100% fertig sein. Gerade in bezug auch auf die Aufnahmemechanik, um später nicht großartig wieder am Lack kratzen zu müssen. Dabei waren so manche andere Kollegen vor mir etwas zu voreilig, denke ich. 

Der eigentliche Bau der „Emmi“ hat tatsächlich zwischendurch sehr viel Spaß gemacht und ging im Vergleich zur Heckklappe der „Hackmack“ schneller als das Kerzenmachen im Dunkeln. Im Prinzip gibt es hier kaum Probleme. Hier und da muss nur auf die Passgenauigkeit des Aufbaus geachtet werden. Das Deck klebe ich aber erst nach der Lackierung auf den Bootsrumpf. Für die Stromversorgung entschied ich mich aus Gewichtsgründen für einen 7,4V LiPo Akku mit 1500mAh.

Die Schiffsschraube und Welle habe ich vom Bausatz verwendet. Im Mast sollte man beim Bau bereits Kabel für die spätere Beleuchtung vorsehen. Leider habe ich hier einen Denkfehler gemacht und die Kabel mit Sekundenkleber fixiert. Ist zwar schön bei der Montage, aber wenn nachher LED´s dran kommen, kann man die Kabel nicht wieder zurück in den Mast ziehen. Da ist dann etwas Modelbauerisches Fingerspitzengefühl beim Löten gefragt. Auch bei diesem Modell gibt es wieder kleine Unterschiede zum Original und zwischen den Tochterbooten „Emmi“ und „Fidi“ Originalfotos helfen da sehr gut weiter. 

Fertig ist die "Emmi" noch nicht ganz. Aber zum Grundieren bereit!

Das Tochterboot im Rohbau 1
Das Tochterboot im Rohbau 2

16. Testhochzeit „Hans-Hackmack“ und „Emmi“

Der anschließende Test in der Heckwanne der „Hackmack“ ließ große Hoffnung auf das spätere Funktionieren aufflammen und macht obtisch echt was her. Hier wurde aber sofort klar, die Rollen an der Heckklappe und Wanne, müssen unbedingt stärker sein als im Bauplan vorgesehen. Auch in anderen Bauberichten ist auf Fotos eher die Stärke im Verhältnis zum Original zu erahnen.

Also werden bei Hobby-Lobby-Modellbau.com erst mal diverse Stärken Kunststoffrohre geordert. Wahrscheinlich nehme ich für die großen „Leitrollen“ dann 6mm Rohre und die Vorgesehene Stärke einfach als Achsen.

17. Der Aufbau vom Ruderhaus  

Mit dem Ruderhaus beginnt nun wahrscheinlich einer der schönsten Bauabschnitte. Hier habe ich Schritt für Schritt erst mal der Bauanleitung gefolgt. Die Innenrahmen passen sehr gut, wenn man Sie an der richtigen Stelle festklebt. Obacht bei den Schiffs unterschieden, von der „Hackmack“ zur „Gruben“ z.B. Gerätekiste hinter dem Ruderhaus gibt es bei der „Hackmack“ nicht. Dafür auf beiden Seiten Rettungsringe außen am Ruderhaus usw. Wichtig ist das man hier sehr sauber arbeitet, da hier jeder Fehler später auch zu sehen ist. Dafür macht es um so mehr Spaß, nun den Handlauf zu biegen und am Ruderhaus zu installieren. Jeder Handschlag macht sich sofort bemerkbar. Aber auch an die spätere Stromversorgung sollte man denken, die Richtung Mast und Brücke (Positionslampen) verläuft. Das ganze Ruderhaus habe ich zusätzlich mit 1x1cm Kunststoff Winkelstreben von innen verstärkt. Das macht sich gut in der Stabilität bemerkbar, da die Tiefziehteile doch sehr dünn sind.

Auch hat man es leichter Anbauteile fest zu bekommen ohne das sich alles bewegt wie ein Jogurtbecher. Für die Blindkupplungen an der Löschwasserleitung am Vordeck, habe ich Teile von einem Revell Feuerwehrautobaukaste verwendet. Das Rohr habe ich mit einem Mini Bunsenbrenner zum Biegen warm gemacht.

Stück für Stück, wächst das Ruderhaus weiter. Ich habe mich dazu entschlossen alle Ruderhausteile (Unten+Oben+Mast) Fest miteinander zu verkleben um Mehr Stabilität zu bekommen. Für die Fensterrahmen habe ich alle Teile Verwendet die dem Baukasten beiliegen. Die vorgefertigten Ausschnitte mussten leider alle nachgearbeitet werden von den Tiefziehteilen. Ein Fehler vom Bausatz her ist in der Grundplatte des oberen Steuerstandes versteckt. Hier sollte man die Ecke so abschneiden, das sie mit der anderen Seite, gegenüber der Rundung vom Wassermonitor, fluchtet. Ist beim Original nämlich auch so. (Siehe Fotos)

Detail Ruderhaus 1
Detail Ruderhaus 2

Detail Ruderhaus 3

Detail Ruderhaus 4

18. Der Mast

Der Mast meiner Hans-Hackmack, wurde mit allen Elektrischen Schikanen vollgestopft, so dass es sehr schwierig war und ein Glücksspiel, ob das später alles richtig funktioniert. So wurden alle drei Umfeldbeleuchtungsscheinwerfer, Ankerleuchte, Positionsleuchte, Seematzscheinwerfer und die beiden Radars bereits beim Bau mit Stromversorgung vorgesehen. Die Leitungen wurden zu 99% so verlegt das sie später nicht mehr zu sehen sind.

Der Mast in Bau - Detail 1

Der Mast in Bau - Detail 2

19. Seematzscheinwerfer und Löschwassermonitor

Für die Originalgetreue Herstellung der drei SEEMATZ-Scheinwerfer hab ich  Bausätze der Firma Herbundsab Modellbausätze verwendet. Dieses sind kleine Kunstwerke für sich. Ich habe Sie mit extrem hellen LED Leuchten versehen.

Der Löschwassermonitor ist eine eigene Kreation. Er entstand nach Fotos vom original, aus einem Robbe Monitor von SK Berlin und verschiedenen Bastelresten. Er ist bis auf die Bewegung, funktionstüchtig und vor Einbau auf Dichtigkeit getestet. 

Detail Löschwassermonitor
Detail Seematzscheinwerfer

20. Der Rohbau ist fertig und wird für die Lackierung vorbereitet

Nun wurden alle Flächen gesäubert und noch störende Ecken und Kanten geschliffen. Anschließend die Stellen abgeklebt die keine Farbe bekommen sollten, wie Tochterbootaufzug z.B. Danach folgte die erste Grundierung mit belton Universalgrundierung in weiß von Farben Albrecht aus Büsum.

Lackiervorbereitung 1
Lackiervorbereitung 2

21. „Jetzt wird’s bunt“ - Die Lackierung des Modell Seenotrettungskreuzers

Nun folgt meine persönliche Königsdisziplin, die mir mit am meisten Spaß bringt.

Die Farbtöne sind alle nach dem Original ausgewählt. Weiß RAL 9010, Grün RAL 6001, Pastellgrün RAL 6019, Leuchtrot RAL 3026, Rot RAL 3000, beim Unterwasserschiff habe ich allerdings  RAL 3004 verwendet.

Die Grundierten Rumpf und Aufbauteile, müssen zur weiteren Behandlung gut durchgetrocknet sein. Nachdem eine Weiße Lackschicht auf dem Schiffsrumpf ist, habe ich das Unterwasserschiff in Rotbraun lackiert und später die Scheuerleisten per Hand in Silber lackiert. Das Ruderhaus wird ebenfalls erst mal Weiß. Für die leuchtroten Streifen wird noch ein mal alles abgeklebt, was keine rote Farbe abbekommen soll. Hierfür wird bestes Lackierer „Gold-Klebeband“ verwendet.

Der gesamte Rumpf und Aufbau wurde auch noch mit Klarlack überzogen. Das Deck habe ich nachträglich per Hand lackiert, so wie die Schanzkleid Innenseite.

Jetzt wird es bunt: Lackierarbeiten 1
Jetzt wird es bunt: Lackierarbeiten 2
Jetzt wird es bunt: Lackierarbeiten 3
Jetzt wird es bunt: Lackierarbeiten 4

22. Beschriftung und Kleinteile

Bei der Beschriftung des Kreuzers, habe ich den beiliegenden Klebebogen nur für Radar und Rettungsinseln verwendet. Ich habe die Klebeschriften „SAR“ und „Hans-Hackmack“ selber neu hergestellt. Schön wenn man damit beruflich zu tun hat…

Für den Oberen Steuerstand habe ich beim www.modellbau-kaufhaus.de - ein Ätzteil gekauft mit den Brückeninstrumenten. Wie ich finde eine lohnende Investition. 

Diese sind bei meinem Modell natürlich auch von hinten mit einer LED beleuchtet. Die Kugel-Fender und Fahnen habe ich ebenso von da. Die Schwimmwesten und Rettungsringe sind original vom Graupner Bausatz. Der „Totmann“, der am der Backbordseite am Mast befestigt wird, ist komplett aus Bastelresten hergestellt.

Das kleine Holzpodest für den oberen Steuerstand ist auch Marke Eigenbau aus echtem Holz. Weitere Kleinteile so wie die Besatzung, sollen erst später folgen.

Kleinteile an Bord 1
Kleinteile an Bord 2
Kleinteile an Bord 3

23. Jungfernfahrt im Piratenmeer Erlebnisbad Büsum

Am 20.11.10 fand das 4. Schiffsmodelltreffen im Büsumer Piratenmeer Erlebnisbad statt. Hier wurde die erste richtige Jungfernfahrt gemacht. Einige Tests waren voran gegangen. Doch zu Hause klappt ja meistens alles und nun sollte die Einsatztauglichkeit überprüft werden. Hier taten sich wie nicht anders erwartet, einige Technische Mängel auf, die von der Werft noch beseitigt wurden.

So rastete der Empfänger samt Fahrtenregler nach einigen Minuten komplett aus und gingen wie von Geisterhand auf volle Fahrt rückwärts. Nach einigen Schrecksekunden konnte ich das Modellschiff vor dem zerschellen an der Fliesenkante retten. An der Wasserlinie muss auch noch gefeilt werden, mir fehlten über 1kg Gewicht im Schiffsrumpf, trotz 7 Akkupacks und Fernsteuerung.

So wurde die Jungfernfahrt doch wieder eher zu einer Werft-Testfahrt. Fertig war das Schiff ja auch noch nicht…

24. Feinschliff

Nach einigen Wochen Werftliegezeit, sind jetzt nahezu alle Mängel beseitigt.

Das Phänomen des Verrücktspielens der Fernsteuerung, konnte durch eine separate Stromversorgung für den Fahrtenregler abgestellt werden. Vergesst bitte das BEC Systeme. Nur bei Kleinmodellen verwenden!

Der Ballast wurde erhöht. Durch das Gewicht des Tochterbootes kommt das Heck ja automatisch noch etwas tiefer. Ein kurzer Badewannentest machte klar, dass es nun bis auf ein paar wenige Gramm passen müsste. An der Feinabstimmung der Rollen, Haken der Tochterbootheckwanne und Heckklappenbügel wurde noch wieder eingehend gearbeitet. So wurden die mittigen Rollen alle erneuert damit das Tochterboot eine exaktere Führung beim Aufslipen bekommt. Die vorderen beiden z.B. erhielten eine V-Form. Seitliche Führungsrollen wurden ergänzt die nicht im Bauplan zu sehen sind, aber die es Oh Wunder, beim Original auch gibt. Den Tochterbootaufzug selbst habe ich noch mit Stahlwolle auf Hochglanz gebracht. Den Schlitten habe ich um stabilere Messing Häkchen ergänzt und zwei Kunststoffplättchen aufgeklebt, damit das Tochterboot beim heraufziehen seitlich nicht verrutscht.

Das Tochterboot selbst wurde in dieser Zeit ebenso in die Mangel genommen. Beleuchtung, Lackierung und Beschriftung samt einiger Kleinteile machten daraus auch ein kleines Schmuckstück. Die Jungfernfahrt beider Schiffe steht nun kurz bevor.

Abschnitt 24 Feinschliff Bild 1
Abschnitt 24 Feinschliff Bild 2
Feinschliff 1
Feinschliff 2

25. Alles im Lot auf dem Boot – Alles in Butter auf dem Kutter

Liebe Leser dieses Bauberichts. Knapp ein Jahr hat der Bau meiner „Hans-Hackmack“ Maßstab 1:20 zusammen mit der „Emmi“, neben meiner Berufstätigkeit gedauert. Ganz fertig soll ein Modell ja nie werden, sonst wäre es kein Hobby. Bleiben noch ein paar Kleinigkeiten zu ergänzen, um dem Original immer ein wenig näher zu kommen. Dieser Baubericht neigt sich aber hiermit dem Ende. Ich hoffe das dem einen oder anderen Modellbauer vielleicht ein paar Tipps gegeben wurden.

Im Büsumer Hafen ist gerade letzte Woche der Neue Seenotrettungskreuzer der DGzRS Baureihe SK33 eingetroffen (Jan.2011).

Leider, leider, verlässt demnächst der original Kreuzer „Hans-Hackmack“ mit Tochterboot, den Büsumer Hafen und wird fortan in der Ostsee seinen Dienst tun. Am Anfang der Bauphase war mir das nicht bekannt. Der Bauzustand ist und bleibt somit 2010 - damit man beide bei der einen oder anderen Modellbootausstellung doch noch mal in Büsum wiedersehen kann und in guter Erinnerung behält.

Bauzeit der Hackmack zusammen mit der Emmi war ca. 200 Arbeitsstunden.

(Fast) FERTIG!!!!

26. Bauphase: Nachrüstung Motorkühlung

Meine „Hans Hackmack“ hat inzwischen schon einige Einsätze bei Schaufahrten und Ausstellungen hinter sich gebracht. Hierbei machte sich ein großes Hitzeaufkommen bei längerer AK-Fahrt durch die Elektroantriebsmotoren bemerkbar. Und auch der imitierte „Wasser-Pumpjet“ lies in der Wirkung zu wünschen übrig. So hatte ich mich entschlossen nachträglich Wasser Kühlspiralen von Graupner einzubauen. Also, Werftliegezeit. Als Wasser Zu und Ableitung habe ich den vorhandenen Anschluss des bisher kaum genutzten „Pumpjets“ samt Wasserpumpe umgebaut, um nicht neu Bohren zu müssen etc. Für eine bessere Steuerung habe ich noch ein mini Bugstrahlruder von Rabösch in den Rumpf gezaubert. Die Steuerung der beiden Hauptmaschinen wurde von mir auf eine ein Hebelsteuerung verändert. So ist beim Manövrieren ein Finger frei um z.B. eine Funktion zu bedienen. Auch beim Aufslippen des Tochterboots ist der Kreutzer nun besser zu beherrschen. Den richtigen Chip zur Steuerung des Blaulichtes habe ich inzwischen auch gefunden. Musste ihn aber aus Technischen Gründen mit in den Mast integrieren. Alles Dinge die man gleich hätte machen sollen. An kleinen Details wird noch gearbeitet.

Werftliegezeit1
Werftliegezeit2
Werftliegezeit3
Werftliegezeit4

Bildeigentum bei Jens Albrecht, Büsum!

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