Home | Links | Veranstaltung | Download | Modelle | Werft (diese Seite)
Bericht aus unserer Modellwerft: "African Queen"

Baubericht „AFICAN QUEEN“ – Bausatz Nr.588 der Firma Billing Boats

Manchmal braucht es seine Zeit, bis sich Wünsche realisieren. Ich hatte die African Queen schon lange Zeit auf der Wunschliste. Das hat mehrere Gründe, einer davon war mit Sicherheit der Film. Trotz ihrer unbedeutenden Erscheinung und ihrer kleinen Größe, ist die African Queen ein Schiff, dass sich nicht nur bei mir, sondern bei vielen Menschen im Gedächtnis eingeprägt hat.

Die „African Queen“ bekam ihren Weltruhm als sie die „Hauptperson“ im gleichnamigen Film spielte. Die anderen Hauptpersonen waren Katharine Hepburn und Humphrey Bogart, die in der Verfilmung von C.S. Forresters Roman eine englische Missionarin und einen trunksüchtigen Ingenieur spielten. Der Film spielt während des 1.Weltkrieges in Tansania.

Während der Fahrt auf einem der Flüsse im Urwald stehen sie gemeinsam viele Abenteuer durch und die beiden ungleichen Personen verlieben sich ineinander. Der Film endet als das Paar auf den Victoria See hinausfährt, wo sie das deutsche Kriegsschiff „Königin Luise“ torpedieren wollen, die Queen aber in einem furchtbaren Sturm sinkt und die beiden sich an Bord des deutschen Schiffes als Gefangene wiederfinden. Kurz bevor das Paar als Spione verurteilt und gehängt werden solle, läuft die „Königin Luise“ auf das Wrack der African Queen, die selbstgebauten Torpedos explodieren und das deutsche Kriegsschiff sinkt. Ende gut – Alles gut – Happy End.

Ich habe schon den einen oder anderen Bausatz fertig gestellt, aber ein Dampfschiff sollte es diesmal sein. Da entdeckte ich bei Ebay den alten Bausatz der Queen aus 1986. Original verpackt mit Beschlagteilen usw. Also „zugeschlagen“ und dann lag der Bausatz aber immer ein langes Jahr bei mir auf "Halde", ein anderes Modell musste noch fertiggestellt werden. Aber nun ging es los: Als erstes die Zubehör / Beschlagteile durchgesehen. Es fehlte der Antriebsmotor, es muss noch eine Fahrtenregler und für des Ruder ein Servo beschafft werden. Also ab und los zur Firma Hobby-Lobby die entsprechenden Teile besorgt und noch einige tolle Tipps mitgebracht (an sich wie immer).

Bb-Queen Foto1
Bb-Queen Foto2

Dann stellte ich fest, der Vorbesitzer des Bausatzes hatte doch schon einige Vorarbeit geleistet: Nicht nur der Bootsständer war fertig, es waren fast alle Holzteile (Spanten, Decksteile usw.) schon sorgfältig ausgearbeitet, so dass ich gleich loslegen konnte. Die großen Spanten waren durchnummeriert und der Rohbau macht dadurch schnell sichtbare Fortschritte.

Bb-Queen Foto3

Bb-Queen Foto4

Die Spanten sind, ebenso wie die Abtrennung zur Vorpick, eingesetz. Die Längsträger für das Deck sind in Position. Also Welle mit Stevenrohr eingesetzt. Hier habe ich auf das "Original von 1986" verzichtet, der Propeller war eingerissen und das Stevenrohr machte auch keinen guten Eindruck mehr. Die Neuteile von Hobby - Lobby machen sich eindeutig besser. Siehe Foto oben!

Bb-Queen Foto5
Bb-Queen Foto6

Der neue Motor (ein 495 Bühler) sitzt auf dem Fundament. An dieser Stelle hatte ich festgestellt, dass es zu der mäßig bebilderten Bauanleitung noch eine schriftliche in Deutsch geben sollte, die aber nicht dabei war. Also nur nach Bildern und einer sehr knappen Deutsch - Dänischen Anleitung. Wird schon klappen! Die kleinen Spantenansätze unterhalb der Reling sind auch schon eingeklebt. Ebenso ein Teil des "Boden" oder des Decks je nach dem :-) Auf dem rechten Bild liegt schon Probehalber der Träger der recht großen Dampfmaschine in seinem Fundament. Diese Dampfmaschine ist zwar nur "Deko", aber sie ist hochdetailiert und gibt der Queen später ihr unvergleichliches Aussehen.

Bb-Queen Foto7
Bb-Queen Foto 8

Die Ruderanlage, wenn man überhaupt in die Ausführung davon Reden darf, ist sehr einfach gehalten. Nun habe ich mir schon einige Gedanken gemacht, wie bringt man eine Ruderpinne und RC-Fernsteuerung zusammen. Natürlich das Internet "befragt" aber die Lösungen erschienen mir nicht gut genug. Ich versuche eine eigene Lösung. Das recht Bild zeigt den ersten Probelauf des Antriebsmotors und weitere RC - Komponeneten. In diesem Bauzustand geht schon mal die Frage um: Wo soll das alles untergebracht werden. Es fehlt doch Platz eines hochbordigen Schiffes. Aber wie heißt es so schön: Geht nicht - Gibt es nicht!!

Bb-Queen Foto 9
Bb-Queen Foto 10

Die African Queen kurz vor der ersten Probefahrt. Der Innenboden liegt, das Dampfmaschinenfundament und das Dampfkesselfundament ist eingeklebt. Unter der erhöhten Bodenplatte im rechten Bild liegt ein kleiner Servo. Sichtbar die aufgekebte "Steuerscheibe" welche eine Verlängerung der Ruderpinne nach unten aufnimmt. Der Tag der Probefahrt rückt immer näher und damit die Frage:Funktioniert das "Patent"????

Bb-Queen Foto 11
Bb-Queen Foto 12

Die Probefahrt in dem Hauseigenen Schwimmbad unseres Vereinslokales in Büsum verlief äußerst erfolgreich. Eine kleine Nachlässigkeit beim Einkleben des Stevenrohres war schnell nachgearbeitet und vergessen. Wichtig war:die Steuerung funktionierte einwandfrei. Der kleine, quergelegte Servo mit der "Steuerscheibe" erfüllte seinen Zweck. Nun steht dem Weiterbau nicht mehr im Wege. Wie im Bild rechts zu sehen. Das Oberdeck incl. Reling ist verbaut. Der Kessel nimmt Form an - der kleine Dampfgenerator ist auch schon eingepasst. Die Sitzbänke sind zwar nur probehalber reingelegt, aber es sieht schon gut aus.

Dampfmaschine im Rohbau
Dampfmaschine fast fertig

Die Dampfmaschine auf der Queen ist wie schon oben beschrieben nur eine Atrappe, aber wie die Fotos zeigen, eine sehr gelungene! Durch einen kleinen Getriebemotor wird die Schwungscheibe sowie Pleuelstange und "Kurbelwelle" in Bewegung gesetzt. Es sieht einfach gut aus. Die Lackierung und der "Echtkupfer"-Belag des Kessels zeigen ein fast realistisches Aussehen.

Trimmung in der Badewanne
Festlegen und Anzeichnen des Wasserpasses

Letzte Trimmarbeiten in der Badewanne und dann beginnt mit dem festlegen des Wasserpasses die Rumpflackierung. Das Unterwasserschiff wurde mit Airbrush, das Überwasserschiff mit Pinsel lackiert. Nur das Auftragen der Mahagonibeize auf dem Deck bracht so kleine Probleme. Aber das Gesamtergebnis (Bild unten) kann sich schon sehen lassen. Jetzt kommen die "Feinarbeiten". wie Mastbeschläge usw. Das letzte größere Teil ist nur noch das Sonnensegel über den Sitzbänken im Hinterschiff. Hier hatte die Herstellerfirma ein "Verdeck" wie eine Jahrmarktsbude vorgeschlagen und mitgeliefert (Rot / Weiß gestreift). Geht garnicht!!!! Es wird noch an einer dem Original nahekommenden Lösung gearbeitet :-)

Der Mast ist gerichtet

Der Mast ist gerichtet und abgespannt. Auf dem Vorschiff ist die Handbetriebene Ankerwinde aufgebaut. Es fehlt jetzt nur noch auf dem Hinterschiff das Sonnensegel /Plane. Das Gestell wird in bewährter Weise aus Messing (Rohr / Draht) hergestellt und lackiert. Hier habe ich noch aus Stabilitätsgründen kleine Messingplatten unter die vom Hersteller vorgegebenen kleinen Messingbuchsen gelötet. das ganze Dach steht stabiler und kann dann auch mal einen Stoß ab. Bei meinem "Hoflieferanten" der Fa Hobby-Lobby-Modellbau in Schenefeld fand ich dann auch passend (1:12) das erste "Besatzungsmitglied". Und wie man im Bild unten sieht: Er macht sich ganz gut an Deck..........!

Das Gestell für das Sonnensegel im Rohbau
Die Besatzung geht an Bord!!

Die Ginkisten sind an Bord, die beiden Gasflaschen (der Filmliebhaber kennt den Zweck) liegen ebenfalls bereit. Der Kasten mit Brennholz ist aufgefüllt und das Sonnensegel ist montiert. Also: einer Fahrt steht nicht im Wege. Oder mit anderen Worten, die Queen ist (fast) fertig.

Diese Baubeschreibung wird fortgesetzt

Zurück zur Auswahlseite | Zurück zur Startseite

Bildeigentum bei Jens Kardel - *Die Markennamen sind im Besitz der jeweiligen Inhaber!

Haftungshinweis:
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für den Inhalt externer Links.
Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

(c) dithmarscher-webservice, stand: 0s-2012

www.dithmarscher-webservice.de